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Häufige Fragen


Wie unterscheiden sich beim Abtasten der Brust harmlose von gefährlichen Knoten?
Was heißt Rezeptor -negativ/positiv?
Ist Tamoxifen (z. B. Kessar®, Nolvadex®, Nourytam®, Zemide®) auch bei negativen Hormonrezeptoren zu empfehlen? Ist die Gefahr von Uteruskarzinomen erhöht?
Brustkrebs bei der Mutter - Ist die Tochter gefährdet?
Ist eine Schwangerschaft nach Brustkrebs möglich? Ist sie gefährlich?


Wie unterscheiden sich beim Abtasten der Brust harmlose von gefährlichen Knoten?
Prinzipiell sollten die Brüste einmal monatlich, bei jüngeren Frauen im Anschluss an die Periodenblutung, von der Frau selbst abgetastet werden. Tastbare Knoten, die nicht im Laufe des Zyklus wieder zurückgehen, sollten von der Ärztin/vom Arzt abgeklärt werden. Generell kann gesagt werden, dass verschiebliche, glatte Knoten eher gutartig und nicht verschiebliche, höckrige Knoten eher bösartig sein könnten. Veränderungen der Haut, der Brustwarze oder deutliche Größenzunahme, insbesondere im Vergleich zur anderen Brust sind ebenfalls verdächtige Zeichen. Zur Abklärung von Symptomen lesen Sie die Informationen unter der Rubrik Krebs erkennen.
08.09.2010: von Administrator geschrieben.
23.08.2005: von Administrator editiert.

Was heißt Rezeptor -negativ/positiv?
Etwa die Hälfte aller Patientinnen mit Mammakarzinom haben Tumorzellen, deren Wachstum durch Östrogen gefördert wird. Diese hormonabhängig wachsenden Tumorzellen erkennt man an den Hormonrezeptoren auf der Zelle (Östrogenrezeptoren und Progesteronrezeptoren). Wenn sich kein Oestrogen an die Rezeptoren binden kann, fällt der Impuls zur Zellteilung weg, deshalb setzen hier wichtige Medikamente an. Mehr dazu lesen Sie unter der Rubrik Hormontherapie. Die Zellen sterben ab und die Tumoren werden kleiner.
08.09.2010: von Administrator geschrieben.
23.08.2005: von Administrator editiert.

Ist Tamoxifen (z. B. Kessar®, Nolvadex®, Nourytam®, Zemide®) auch bei negativen Hormonrezeptoren zu empfehlen? Ist die Gefahr von Uteruskarzinomen erhöht?
Im Prinzip werden die Hormontherapien beim Mammakarzinom nur bei positiven Hormonrezeptoren durchgeführt. Dies gilt erst recht für Frauen vor der Menopause, da diese Therapien alle Beschwerden des Klimakteriums auslösen können und sie bei bestehendem Kinderwunsch nicht gegeben werden sollten. Im Einzelfall, z. B. bei vorliegenden Tochtergeschwülsten, kann eine solche Therapie ausprobiert werden. Sie hat manchmal Erfolg, obwohl keine positiven Hormonrezeptoren vorliegen. Die Gefahr eines Gebärmutterkrebses ist tatsächlich unter dieser Therapie etwas erhöht, deshalb sollten regelmäßig Kontrollen (z. B. ein- bis zweimal jährlich) durch den Gynäkologen erfolgen. Bei einer mit Ultraschall festgestellten Verdickung der Gebärmutterinnenhaut, sollte dann eine Ausschabung (Abrasio) in Erwägung gezogen werden.
08.09.2010: von Administrator geschrieben.
23.08.2005: von Administrator editiert.

Brustkrebs bei der Mutter - Ist die Tochter gefährdet?
Die Ursachen der Entstehung von Mammakarzinomen sind noch nicht genau bekannt. Die familiäre Belastung ist als herausragender Risikofaktor jedoch unbestritten. Trat oder tritt bei der Mutter oder der Schwester vor dem Erreichen des 50. Lebensjahrs ein Mammakarzinom auf, ist das Risiko, selbst einen Brustkrebs zu bekommen um das Drei- bis Fünffache erhöht. Sind bei Mutter und Schwester(n) mehr als eine Person unter 50 Jahren betroffen, steigt das Risiko sogar auf das Neunfache. Erkrankungsfälle in der Familie mit über 50 Jahren erhöhen das Risiko sehr viel weniger. Familiäre Belastung sollte auf jeden Fall Anlass zur regelmäßigen Vorsorge sein. Mehr dazu lesen Sie unter der Rubrik Brustkrebsrisiko.
08.09.2010: von Administrator geschrieben.
23.08.2005: von Administrator editiert.

Ist eine Schwangerschaft nach Brustkrebs möglich? Ist sie gefährlich?
Eine Schwangerschaft nach dem Auftreten eines Mammakarzinoms verschlechtert die Prognose nicht. Sie erhöht nicht das Rückfallrisiko und sie erhöht nicht das Risiko eines Zweitkarzinoms. Es wird in der Regel aber geraten, nach einem Mammakarzinom etwa 2 Jahre mit einer Schwangerschaft zu warten. Ein Problem, das sich durch eine Schwangerschaft ergeben könnte, ist, dass ein bösartiger Knoten in einer schwangerschaftsbedingten veränderten Brust manchmal schwerer zu erkennen sein kann. Dadurch wird die Diagnose dann evtl. in einem fortgeschrittenerem Stadium entdeckt. Daher gilt die Empfehlung: ein verdächtiger Knoten soll auch in der Schwangerschaft unverzüglich biopsiert werden. Diese Biopsie bedeutet kein Risiko für das Kind. Mehr dazu lesen Sie unter der Rubrik Familie und Sexualität.
08.09.2010: von Administrator geschrieben.
23.08.2005: von Administrator editiert.

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